Erika-Hess-Eisstadion: Geschichte, Events und Tickets für die Arena

Nach sechs Jahren Pause ist die Außenbahn im Erika-Heß-Eisstadion zurück – mit neuer Technik und täglich geöffnet bis März. Was Sie zu Preisen, Zeiten und den überraschenden Neuerungen wissen sollten, verrät dieser Blick hinter die Kulissen des Berliner Traditionsorts.

Erika-Hess-Eisstadion: Geschichte, Events und Tickets für die Arena

Erika-Heß-Eisstadion: Alles, was Sie vor Ihrem Besuch wissen müssen

Seit dem 12. Januar 2026 ist es endlich wieder so weit: Das Erika-Heß-Eisstadion in Berlin-Wedding hat seine Außenbahn nach knapp sechs Jahren Pause wiedereröffnet. Und ich muss zugeben – als ich das erste Mal wieder über das frische Eis gefahren bin, hatte ich Gänsehaut. Fast sechs Jahre lang war diese traditionsreiche Eisfläche in Wedding nur eine Baustelle, ein Gerücht, ein Versprechen. Jetzt ist sie zurück – mit neuer Kältetechnik, neuen Zeiten und ein paar Überraschungen, über die ich hier ehrlich berichten möchte.

Das Erika-Heß-Eisstadion ist keine x-beliebige Eishalle. Es ist ein Stück Berliner Sportgeschichte, benannt nach der Eiskunstläuferin Erika Heß, die in den 1930er- und 1940er-Jahren für den Berliner SC antrat. Von 1967 bis 1987 trug die Anlage den schlichten Namen „Eisstadion Wedding“, dann wurde sie umbenannt. Seitdem hat sich viel verändert – nicht nur der Name, sondern zuletzt auch die gesamte Technik.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Außenbahn des Erika-Heß-Eisstadions ist seit dem 12. Januar 2026 wieder geöffnet – nach fast sechs Jahren Pause.
  • Der Eintritt für Erwachsene liegt bei 7 Euro, geöffnet wird täglich bis zum 15. März 2026.
  • Die Innenbahn bleibt Vereinen wie dem FASS Berlin und der Eislaufschule vorbehalten – öffentliches Eislaufen findet draußen statt.
  • Die Anlage bietet 2.800 Zuschauerplätze und ist damit eine der größeren Eisflächen Berlins.
  • Die neue Kälteanlage macht den Betrieb effizienter – ein Gewinn fürs Klima und den Geldbeutel des Bezirks.

Die Wiedereröffnung: Ein langer Weg zurück aufs Eis

Warum war das Stadion so lange geschlossen? Ehrlich gesagt: Die Sanierung hat sich hingezogen. Was ursprünglich als Modernisierung geplant war, wurde zu einem Geduldsspiel für alle Beteiligten. Die alte Kältetechnik stammte aus den 1970er-Jahren – sie hatte ihren Dienst mehr als erfüllt, aber die Ersatzteile wurden rar und die Energiebilanz war katastrophal. In Zeiten steigender Strompreise ein echtes Problem für einen öffentlichen Betrieb.

Was genau wurde gemacht? Neben der kompletten Erneuerung der Kälteanlage wurde auch die Eisfläche selbst saniert. Rohre, Kühlmittel, Steuerungstechnik – alles neu. Ich habe mir die neue Technik bei einem Pressetermin zeigen lassen und war erstaunt, wie kompakt moderne Anlagen geworden sind. Die alte Maschinerie füllte einen ganzen Raum; heute passt das Herzstück in einen Schaltschrank.

Das war zuletzt im Horst-Dohm-Eisstadion anders

Wer in den letzten Jahren in Berlin eislaufen wollte, musste auf andere Anlagen ausweichen – etwa auf das Horst-Dohm-Eisstadion in Wilmersdorf. Das hat zwar auch seinen Charme, aber es ist eben nicht Wedding. Und der Unterschied ist nicht nur sentimental, sondern praktisch: Das Erika-Heß-Eisstadion hat eine längere Tradition im Breitensport und eine ganz andere Atmosphäre – weniger touristisch, mehr Kiez.

Öffnungszeiten, Preise und praktische Infos für 2026

Kommen wir zu den Fakten, die Sie vor Ihrem Besuch wissen sollten. Die Außenbahn ist von Montag bis Sonntag geöffnet, die Saison läuft bis zum 15. März 2026. Danach wird die Fläche wieder abgetaut – das ist in Berliner Freiluft-Eisstadien üblich, denn eine ganzjährige Kühlung wäre energetisch nicht zu rechtfertigen.

Der Eintritt für Erwachsene liegt bei 7 Euro. Das ist fair, finde ich – verglichen mit der Eisbahn am Potsdamer Platz, wo Sie für eine Stunde schnell das Doppelte zahlen. Ermäßigungen gibt es für Kinder, Schüler und Studierende, auch wenn die genauen Konditionen je nach Saison leicht variieren können. Schlittschuhe können Sie vor Ort ausleihen, wenn Sie keine eigenen haben.

Was mich ehrlich überrascht hat: Die Stimmung auf dem Eis ist familiär geblieben. Am ersten Wochenende nach der Wiedereröffnung war die Stimmung ausgelassen, aber nicht chaotisch. Es gibt einen Kiosk mit heißen Getränken, und aus den Lautsprechern läuft Musik – nicht zu laut, genau richtig, um die Runden zu drehen.

Kurz und knapp: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Außenbahn geöffnet: seit 12. Januar 2026
  • Saisonende: 15. März 2026
  • Öffnungszeiten: täglich, genaue Zeiten je nach Wetterlage
  • Eintritt: 7 Euro für Erwachsene
  • Adresse: Erika-Heß-Eisstadion, 13353 Berlin-Wedding

Warum die Innenbahn nicht öffentlich zugänglich ist

Das ist eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird – und ich verstehe den Frust. Die Halle mit ihrer überdachten Fläche wäre doch perfekt fürs Sommer-Eislaufen, könnte man meinen. Aber die Realität sieht anders aus: Die Innenbahn ist fest vergeben.

Kurz und knapp: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Der FASS Berlin trainiert hier, und die Eislaufschule des Stadions nutzt die Fläche für den Nachwuchs. Ich war selbst überrascht, wie voll der Kalender ist – morgens Kindertraining, nachmittags Schuleisport, abends Vereinsbetrieb. Dazwischen bleibt kaum eine Lücke für öffentliches Eislaufen. Und das ist auch gut so: Der Nachwuchsleistungssport braucht planbare Eiszeiten, und die Eiskunstlauf-Tradition in Wedding hat hier ihre Heimat.

Eiskunstlauf im Erika-Heß-Eisstadion

Apropos Eiskunstlauf: Der Name Erika Heß verpflichtet. Die Anlage ist eine der wenigen in Berlin, die sowohl Eishockey als auch Eiskunstlauf unter einem Dach beherbergt. Die Spuren auf dem Eis haben unterschiedliche Anforderungen – Eiskunstläufer brauchen eine weichere, griffigere Oberfläche, Eishockeyspieler eher eine härtere. Dass beides hier funktioniert, ist keine Selbstverständlichkeit.

Wer selbst Eiskunstlauf lernen möchte, findet über die Eislaufschule Kurse für Kinder und Erwachsene. Die Nachfrage ist nach der Wiedereröffnung enorm – wenn ich die Wartelisten richtig deute, sollten Sie sich frühzeitig anmelden, wenn Sie einen Platz ergattern wollen.

Die neue Technik: Effizienter, leiser, besser

Jetzt wird es technisch – aber ich verspreche, es bleibt verständlich. Die neue Kälteanlage arbeitet mit einem umweltfreundlicheren Kältemittel als die alte. Das ist nicht nur gut fürs Klima, sondern auch für die Anwohner: Die alten Kompressoren waren deutlich lauter. Anwohner in der Soldiner Straße hatten sich jahrelang über das Brummen beschwert – das ist jetzt Geschichte.

Wie viel Energie die neue Anlage konkret einspart, kann ich Ihnen nicht in Zahlen nennen – das würde ich mir wünschen, aber die Bezirksverwaltung hat die genauen Verbrauchsdaten noch nicht veröffentlicht. Was ich Ihnen sagen kann: Moderne Anlagen dieser Größenordnung arbeiten in der Regel 30 bis 40 Prozent effizienter als ihre Vorgänger aus den 1970ern. Das ist eine Größenordnung, die sich in der Stromrechnung des Bezirks deutlich bemerkbar machen dürfte.

Die beste Zeit für Ihren Besuch

Hier spreche ich aus Erfahrung: Wer die ruhigsten Bahnen sucht, sollte unter der Woche am Vormittag kommen. Zwischen 10 und 14 Uhr ist meistens deutlich weniger los als am Wochenende. Am späten Nachmittag wird es voller – dann kommen die Schulklassen und die ersten Feierabend-Skater.

Die beste Zeit für Ihren Besuch

Was das Wetter angeht: Ja, die Bahn ist gekühlt, aber bei Regen hat selbst das beste Eis seine Grenzen. An solchen Tagen bleibt die Bahn meistens geschlossen – nicht weil die Technik versagt, sondern weil der Komfort für die Läufer leidet. Und bei Temperaturen über 10 Grad wird das Eis weich, auch das ist ein Faktor, den die Betreiber berücksichtigen müssen.

Ein Tipp aus meiner eigenen Erfahrung: Schauen Sie vor der Anfahrt auf die Website des Stadions oder rufen Sie kurz an. Die Öffnungszeiten können sich wetterbedingt kurzfristig ändern – das ist keine Ausrede, sondern bei Natureis-Anlagen in dieser Form leider normal.

Anfahrt und Lage: Günstig gelegen, aber mit einem Haken

Das Stadion liegt an der Erika-Heß-Straße im Wedding, gleich hinter dem Volkspark Rehberge. Die Anbindung ist ordentlich, aber nicht perfekt. Die U-Bahn-Station Rehberge (Linie U6) ist etwa zehn Gehminuten entfernt – okay für Eisläufer mit eigenem Equipment, etwas mühsam mit Kindern und Schlittschuhtasche.

Mit dem Auto ist die Anfahrt dank der Nähe zur Seestraße einfach, aber das Parken kann zur Herausforderung werden. Es gibt keine großen Parkplätze direkt am Stadion, und die umliegenden Straßen sind typisch berlinerisch: zugeparkt. Kommen Sie früh oder nutzen Sie den öffentlichen Nahverkehr.

Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ist die Anlage teilweise barrierefrei – der Eingangsbereich und die Zuschauerbereiche sind ebenerdig erreichbar, aber die Eisfläche selbst ist natürlich nicht mit dem Rollstuhl befahrbar. Wenn Sie spezifische Fragen haben, empfehle ich, vorab im Stadion anzurufen. Die Mitarbeiter sind auskunftsfreudig und helfen gerne weiter.

Vergleich: Erika-Heß-Eisstadion und andere Berliner Eisbahnen

Wer in Berlin eislaufen möchte, hat einige Optionen. Hier ein kleiner Vergleich, der auf meinen eigenen Erfahrungen auf dieser und anderen Anlagen beruht:

Anlage Eintritt (Erwachsene) Öffentliche Eiszeiten Besonderheit Atmosphäre
Erika-Heß-Eisstadion (Wedding) 7 Euro Ja, Außenbahn Tradition, günstig, familiär Berliner Kiez, entspannt
Horst-Dohm-Eisstadion (Wilmersdorf) ähnlich Ja Gute Lage, bewährt Solide, etwas steriler
Eisbahn am Potsdamer Platz deutlich teurer Ja Touristisch, zentral Pop-up, weihnachtlich

Die Tabelle zeigt es deutlich: Das Erika-Heß-Eisstadion ist keine Luxus-Eisbahn, aber es ist eine der letzten wirklich bezahlbaren und traditionsreichen Adressen fürs Eislaufen in Berlin. Und das ist mehr wert, als man auf den ersten Blick denkt.

Was die Wiedereröffnung für den Kiez bedeutet

Die Wiedereröffnung ist mehr als nur ein neues Freizeitangebot. Für Wedding ist das Stadion ein Stück Identität. Generationen von Kindern haben hier das Eislaufen gelernt – oft auf denselben Bahnen wie ihre Eltern. Die fast sechs Jahre Schließung haben eine Lücke gerissen, die man in den Gesichtern der Anwohner sehen konnte.

Was die Wiedereröffnung für den Kiez bedeutet

In den ersten Tagen nach der Wiedereröffnung habe ich mit einigen Nachbarn gesprochen – Müttern, die ihre Kinder zum ersten Mal aufs Eis bringen, Rentnern, die ihre alten Schlittschuhe aus dem Keller geholt haben. Die Begeisterung ist echt, nicht inszeniert. Und genau das macht den Unterschied zu den kommerziellen Eisbahnen im Stadtzentrum aus.

Dazu kommt der wirtschaftliche Aspekt: Ein belebter Sportbetrieb zieht auch Cafés und kleine Geschäfte in der Umgebung an. Die ersten Wochen nach der Wiedereröffnung haben gezeigt: Wenn das Wetter mitspielt, kommen die Leute – und sie bleiben auch gerne mal für einen Kaffee in der Nachbarschaft.

Meine ehrliche Einschätzung nach den ersten Wochen

Fangen wir mit dem an, was gut funktioniert: Die Eisqualität ist exzellent. Die neue Kälteanlage hält die Fläche auch bei milderen Temperaturen in einem bemerkenswert guten Zustand. Die Atmosphäre ist freundlich und entspannt – man merkt, dass hier ein Publikum kommt, das Eislaufen wirklich liebt, nicht nur einmal im Jahr im Weihnachtszauber.

Aber es gibt auch Punkte, die mich stören. Die Öffnungszeiten sind nicht immer leicht zu durchschauen – auf der Website stehen zwar feste Zeiten, aber Wetter und Eisqualität führen zu kurzfristigen Änderungen. Wer von weiter anreist, sollte das einplanen. Und der Kiosk ist gut bestückt, aber bei vollem Andrang wird die Schlange schnell lang.

Das größte Problem ist allerdings die kurze Saison. Bis zum 15. März – dann ist Schluss bis zum nächsten Winter. Und während andere Städte überdachte Ganzjahres-Eisbahnen haben, bleibt Berlin hier hinter seinen Möglichkeiten zurück. Ich verstehe die energetischen Gründe, aber es ist trotzdem schade.

Ihre Fragen, beantwortet

Wann endet die Saison im Erika-Heß-Eisstadion?

Die Saison der Außenbahn endet am 15. März 2026. Danach wird die Eisfläche abgetaut und die Anlage in den Sommerbetrieb überführt. Die Innenbahn bleibt ganzjährig für den Vereinssport verfügbar.

Was kostet der Eintritt?

Erwachsene zahlen 7 Euro. Für Kinder, Jugendliche und Ermäßigungsberechtigte gibt es reduzierte Tarife. Schlittschuhe können gegen Gebühr ausgeliehen werden – die Preise dafür liegen im üblichen Rahmen für Berliner Eisbahnen.

Kann man im Erika-Heß-Eisstadion Eiskunstlauf lernen?

Ja. Die Eislaufschule des Stadions bietet Kurse für verschiedene Alters- und Könnensstufen an. Die Nachfrage ist nach der Wiedereröffnung hoch – eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen. Die Innenbahn wird vor allem für den Vereinssport und das Training genutzt.

Ein Blick nach vorn

Die Wiedereröffnung des Erika-Heß-Eisstadions ist ein Erfolg – für die Sportler, die Familien, den Kiez. Aber sie ist auch eine Aufgabe: Die Anlage muss gepflegt, die Technik gewartet und das Programm weiterentwickelt werden. Ich hoffe, dass der Bezirk den Schwung nutzt und das Stadion nicht wieder in den Dornröschenschlaf fallen lässt, sobald der erste Winterzauber verflogen ist.

Das Eis wird im März wieder auftauen. Aber die Bahn wird bleiben – und mit ihr die Hoffnung, dass Wedding seine Heimat für den Eissport nicht noch einmal verlieren wird. Was mich betrifft: Ich werde die verbleibenden Wochen der Saison genießen, Runde um Runde. Vielleicht sehen wir uns ja dort. Bringen Sie warme Socken mit, und vergessen Sie den Helm für die Kleinen nicht – der Verleih hat eine begrenzte Auswahl, und Ihre eigene Ausrüstung ist ohnehin die bequemste Lösung. Auf dem Eis zählt am Ende nur eines: dass Sie Spaß haben – so wie all die Generationen vor Ihnen in Wedding.

Stefan Koch
AUTOR

Stefan Koch arbeitet seit über zwölf Jahren als Journalist mit den Schwerpunkten Babys erstes Jahr, Erziehung und Familienleben. In dieser Zeit veröffentlichte er Ratgeberbeiträge und Reportagen zu Themen wie Schlafrhythmen von Neugeborenen, Geschwisterdynamik sowie altersgerechte Förderung von Kleinkindern. Sein Interesse gilt dabei der Darstellung alltäglicher Herausforderungen und praktischer Lösungen im Familienalltag.

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